Der Reim
Der Reim ist nur der Sprache Gunst,
nicht nebenher noch eine Kunst.
Geboren wird er, wo sein Platz,
aus einem Satz mit einem Satz.
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Der Reim ist nur der Sprache Gunst,
nicht nebenher noch eine Kunst.
Geboren wird er, wo sein Platz,
aus einem Satz mit einem Satz.
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Die Sprache ist, dies glaubt mir auf mein Wort,
ein Zwist, bei dem ein Wort das andre gibt.
Es leben Lust und Zweifel immerfort
im Zwiespalt und es neckt sich, was sich liebt.
Was treibt es nur? Geburt zugleich und Mord?
Ich steh’ dabei und habe nichts verübt.
Wie kam ich an den zauberischen Ort?
Die Welt ist durch das Sieb des Worts gesiebt.
Ich bin nur einer von den Epigonen,
die in dem alten Haus der Sprache wohnen.
Doch hab’ ich drin mein eigenes Erleben,
ich breche aus und ich zerstöre Theben.
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